Rennen 2022

      

Das Ergebnis des Finallaufes auf dem Eichenring




Zwischenstand nach drei Finalläufen




Der Neuwittenbeker Stephan Katt hatte als Nachrücker den Sprung ins 15er-Feld der Solisten geschafft – doch sein Auftritt endete abrupt. Katt stürzte nach dem ersten Start in der ersten Kurve und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er brach sich das Sprunggelenk und kam noch am Abend unters Messer. Nach einer langen Unterbrechung wurde der Lauf erneut gestartet. Die Fans sahen auf dem 1 000 Meter langen Oval packende Rennen.

 „Ich hoffe, dass nichts mehr passiert. Natürlich geht es um Weltmeisterschaftspunkte. Das sorgt bei den Fahrern für riskante Manöver. Die kämpfen in den Kurven Reifen an Reifen und es kommt zu brenzligen Situationen“, bemerkte Rennarzt Dr. Richardt, der aber doch noch zu einem zweiten Unfall gerufen wurde – dieses Mal ohne große Folgen.

„Die Bahn ist in einem Top-Zustand, sehr griffig. Sie bietet beste Rennbedingungen“, betonte Romano Hummel, der das erste Mal auf der vermeintlich schnellsten Bahn der Welt antrat und bestens von den Gastgebern betreut wurde. „Ich bin total zufrieden, was man uns hier anbietet. Das ist nicht die Norm“, unterstrich er. In seinen ersten Läufen zeigte der amtierende Weltmeister auch seine fahrerische Klasse und fuhr allen davon. „Wer den kleinen Romano packen will, muss schon am Limit fahren“, betonte der Elsdorfer Wilhelm Duden, der in seiner aktiven Zeit viele Rennen für den MSC Eichenring absolvierte, Ehrenmitglied ist und auf der Tribüne hätte Platz nehmen können. Doch der 75-Jährige zog es vor, im Kreis seiner Familie und mit Freunden das Rennen zu verfolgen.

„Das Fahrerfeld ist sehr ausgeglichen und alle Platzierungen sind möglich. Dabei wird sehr entscheidend das Set-up der Maschine sein und wie man alles perfekt auf die Bahn bringt“, erklärte Jörg Tebbe im Vorfeld. Doch der 43-Jährige, der für den MSC Dohren fährt, schlug sich mit technischen Problemen herum. Dennoch hatte er die Möglichkeit, über den Last- Chance-Heat den Sprung ins Finale zu schaffen. „Es wäre schon der Knaller, wenn Jörg ins Finale fahren würde“, meinte Michael Schubert vor dem Start. Der Stadion-Sprecher moderierte gemeinsam mit Egon Müller, dem Speedway-Weltmeister von 1983, die Veranstaltung. Doch der Start des gebürtigen Haselünners ging daneben. „Das war ein Katastrophen-Start von Jörg“, wusste Schubert, der einen enttäuschenden dritten Platz für Tebbe notierte. „Ich finde, dass mein Vater sehr gut gefahren ist, leider gab es im entscheidenden letzten Lauf Probleme mit der Kupplung“, räumte der selbst im Bahnsport aktive Sohn Louis Tebbe ein.
„Meine Starts waren sehr durchwachsen und die technischen Probleme haben nicht mehr möglich gemacht“, gestand Jörg Tebbe, der mit einer Wildcard startete und lobende Worte für seinen Boxen-Nachbarn Romano Hummel fand. „Romano hat immer die ideale Abstimmung gefunden und einen starken zweiten Platz belegt.“ 

Alle fünf Vorläufe hatte der Groninger gewonnen. Im Endlauf hatte aber der Franzose Trésarrieu die Nase vorn und baute seine Führung in der Gesamtwertung aus.

Bericht der RK